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Daten · PwC Global AI Jobs Barometer

62 Prozent mehr Gehalt.
Für ein Wort im Lebenslauf.

Die Zahl klingt nach Werbung für einen Online-Kurs. Sie stammt aus einer Milliarde Stellenanzeigen.

PwC wertet für sein Global AI Jobs Barometer jährlich über eine Milliarde Stellenanzeigen in 27 Ländern aus. Die Ausgabe 2026 nennt drei Zahlen, die man zusammen lesen muss.[1]

Erstens: das Wachstum

Stellen, die ausdrücklich KI-Fähigkeiten verlangen, wachsen um 69 Prozent. Der Gesamtarbeitsmarkt wächst im selben Zeitraum um 9 Prozent.

Das ist Faktor acht. Nicht acht Prozent — acht mal.

Zweitens: das Gehalt

Die durchschnittliche Lohnprämie für KI-Fähigkeiten liegt bei 62 Prozent. Im Vorjahr waren es 57 Prozent. Ein paar Jahre davor 25 Prozent.

Der Aufschlag wächst also nicht nur — er beschleunigt. Was ökonomisch bedeutet: Das Angebot an solchen Fähigkeiten hinkt der Nachfrage weiterhin hinterher, und zwar zunehmend.

Die Spanne zwischen den Branchen ist allerdings brutal. In Teilen der Konsumgüterwirtschaft liegt der Aufschlag bei 118 Prozent. Im öffentlichen Sektor bei 16 Prozent. Dieselbe Fähigkeit, siebenfacher Unterschied im Preis.

Drittens: der Haken beim Einstieg

Und jetzt die Zahl, die das schöne Bild kompliziert macht.

Einstiegsstellen, die stark KI-exponiert sind, verlangen siebenmal häufiger Fähigkeiten, die früher als Senior-Kompetenzen galten: Urteilsvermögen, Führung, Verantwortung für Ergebnisse.

Solche „vorgereiften" Einstiegsjobs sind seit 2019 um 35 Prozent gewachsen. Klassische Anfängerstellen im selben Zeitraum: minus 10 Prozent.

Übersetzt heißt das: Die Einstiegsstelle ist nicht verschwunden. Sie ist nur keine Einstiegsstelle mehr. Man soll dort ankommen und gleichzeitig schon können, was man dort eigentlich lernen sollte. Die Stanford-Daten zeigen, was das anrichtet.

Zwei Gleise, ein Bahnhof

PwC nennt das Ergebnis einen zweigleisigen Arbeitsmarkt. Das ist präzise und trotzdem freundlich formuliert.

Auf Gleis eins: Wer KI beherrscht, wird umworben und überdurchschnittlich bezahlt. Auf Gleis zwei: Wer eine Rolle ausfüllt, die KI gut kann, konkurriert plötzlich mit einem Werkzeug, das keine Gehaltsverhandlung führt.

Der Bahnsteig dazwischen — die klassische Mitte, in der man früher langsam nach oben wuchs — wird schmaler. Und genau dort standen die meisten.

+69 %
Wachstum bei Jobs mit KI-Skills — Gesamtmarkt: +9 %
62 %
durchschnittliche Lohnprämie, Vorjahr 57 %
so oft verlangen KI-exponierte Einstiegsjobs Senior-Skills

Quellen & Fußnoten

  1. PwC — Global AI Jobs Barometer 2026, Auswertung von über einer Milliarde Stellenanzeigen in 27 Ländern und Territorien: Jobs mit geforderten KI-Fähigkeiten wachsen um 69 Prozent gegenüber 9 Prozent im Gesamtmarkt; durchschnittliche Lohnprämie 62 Prozent nach 57 Prozent im Vorjahr, Spanne von 16 Prozent (öffentlicher Sektor) bis 118 Prozent (Konsumgüter); KI-exponierte Einstiegsrollen verlangen siebenmal häufiger klassische Senior-Fähigkeiten und sind seit 2019 um 35 Prozent gewachsen, während andere Einstiegsrollen um 10 Prozent zurückgingen. pwc.com
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